Kundenreise ins Piemont, 13. und 14. November 2017

Nach frühem Treffpunkt am Flughafen Malpensa ging es mit bestem Alpen-Panorama Blick ins Gavi zu Castellari Bergaglio. Unser Cortese-Spezialist verkündete sogleich mit Stolz, dass mit dem Jahrgang 2017 das Zertifikat „organic“ erlangt wurde.

Eine beeindruckende Verkostung der insgesamt sieben Weinstilistiken des Gavi zeigte das ganze Potenzial der Rebsorte Cortese. Unglaublich dabei der Rovereto 2007, der sich absolut frisch und mit noch präsenter Säure präsentierte. Mittags gab es regionale Spezialitäten, z.B. Panissa. Optisch an Pommes Frites erinnernd, jedoch aus Mehl von Kicherbsen zubereitet – Prädikat sehr lecker. Zum Vitello Tonnato war der Pilin (sieben Monate Holzfassreife zu je 50% in neuen und gebrauchten Barriques) die ideale Kombination. So ging es gut gestärkt weiter nach Alba, und es blieb noch Zeit, diese kleine historische Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Im Restaurant Osteria dell’Arco gab es neue Eindrücke der piemontesischen Küche, Tajarin 40 tuorli (frische, sehr dünne Spaghetti aus 40 Eigelb für 1 kg Mehl), wobei der weiße Trüffel nicht fehlen durfte.  

Der nächste Tag begann spannend, der Trifolao (Trüffelsucher) erwartete uns mit seinem Hund Rocchi. Ob er fündig wird? Nach der theoretischen Einführung erlebten wir, wie Rocchi schwarze und auch die kostbaren weißen Trüffel aufspürte, die Erde frei grub und natürlich sogleich eine Belohnung wollte.

Danach wurden wir in Barbaresco auf dem Weingut Marchesi di Grésy von Alessandro di Grésy empfangen.

Eine ausnahmslos beeindruckende Verkostung zeigte die klare, authentische Stilistik der Weine. Barbera, Nebbiolo und internationale Rebsorten wie Merlot da Solo (100%) sowie Virtus, eine Blend aus Barbera und Cabernet Sauvignon, spiegeln das Können des Weinguts wider. Die Balance zwischen Eleganz und Kraft, die Ausgewogenheit von Tannin und Säure sprechen für sich. Weine mit großem Potenzial, welches auch der 2012er Monte Colombo Barbera d‘Asti bestens bewies.

Bevor es wieder nach Malpensa ging, erheischten wir die letzten Sonnenstrahlen in Martinenga. Für alle Teilnehmer war es die erste Reise in diese Region „ai piedi di monte“. Arrividerci  – und einstimmig war zu vernehmen: Wir kommen wieder.